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Am Tonfeld

Vergleichbar mit einem Sandkasten steht dem Kind eine Kiste zur Verfügung, die mit etwa 10kg Tonerde gefüllt ist. Im Unterschied zum Sand ist der Ton fester. Er behält die ihm gegebene Form. Im Tonfeld kann gegraben, aufgebaut, abgetrennt und modelliert werden. Sowohl kraftvolles Arbeiten, wie feines Streichen hinterlässt Spuren. Ein Zusammenspiel von Bewegung, Spurenbildung und Geräuschen entsteht. Dem Kind steht auch Wasser zur Verfügung. Wenig Wasser macht den Ton samtig und rutschig. In grösseren Mengen kann Wasser fliessen und sich Wege suchen. Das Kind folgt beim Tonen seinen spontanen Eingebungen.

 

Am Modellierböckchen

Im Zentrum steht das spielerische Ausprobieren, Entdecken, Erleben. So kann etwas entstehen und sich verändern, vielleicht gar vergehen. Das Modellierböcklein dient nicht nur als Arbeits-, sondern auch als Bildfläche, auf der gestaltet und gespielt werden kann. Hier können sich Geschichten abspielen. Von hier kann sich die Tonarbeit in alle Richtungen ausdehnen. Ich stehe den Kindern unterstützend zur Seite und nehme Anteil an ihren Entdeckungen.

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In der Berührung mit der Tonerde ist die Körperwahrnehmung allgegenwärtig:

. . . da gleitet ein Fisch durch die Hand, weil sich der nasse Ton danach anfühlt,

. . . da schneit es, weil trockener Ton von den Händen rieseln kann und alles weiss bedeckt,

. . . da entstehen Formen, weil sie sich gut anfühlen und sich an Hand, Finger, Faust oder Arm wunderbar anpassen.